Zentrum für
Naturheilkunde & Osteopathie
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Säuglingsosteopathie und Kinderosteopathie

Säuglingsosteopathie und Kinderosteopathie - kleine Berührungen mit heilender Wirkung

Ganz entspannt im Hier und Jetzt
Kleine Berührungen mit heilender Wirkung  Osteopathie und Cranio-Sacral-Therapie können vor allem auch  bei Babys und Kleinkindern verblüffend wirksam sein.

Osteopathie, Cranio-Sacral-Therapie - was ist das?
Was machen die Therapeuten mit ihren Händen?
Kann etwas wirken, das so unspektakulär aussieht?

Viele Fragen. Doch der Reihe nach:

Was ist die Grundlage der Therapie?
Die Osteopathie vertritt seit knapp 150 Jahren einen ganzheitlichen Ansatz: Grundlage der Therapie ist die Überzeugung, dass im Körper alles mit allem zusammenhängt und dass der Körper nichts vergisst. Ein Beispiel: Ein Knöchel ist gebrochen. Um ihn zu entlasten, hinkt man eine Zeit lang. Dadurch steht das Becken schief. Die unnatürliche Drehung über die Hüfte durch das Hinken setzt sich fort bis in die Halswirbelsäule, die sich in die Gegenrichtung dreht, um das körperliche Gleichgewicht zu halten. Dabei kann ein Nerv beeinträchtigt werden - man bekommt Kopfschmerzen. Und die können anhalten, selbst wenn der Fuß längst ausgeheilt ist. Trotzdem bleibt er die Ursache der Kopfschmerzen.


Deshalb untersucht der Therapeut grundsätzlich den ganzen Körper. Auch bei Drei-Monats-Koliken oder Bronchitis, bei Schulterschmerzen oder Tinnitus - bei Beschwerden also, bei denen ein Laie die Ursache der Schmerzen am gleichen Ort vermutet, wo die Probleme auch auftauchen. Das Ziel der Osteopathie ist, die Ursache einer körperlichen Schwierigkeit zu finden und aufzulösen.

Die Cranio-Sacral-Therapie im Rahmen von Säuglingsosteopathie und Kinderosteopathie

Die Cranio-Sacral-Therapie hat sich in den 20er Jahren aus der Osteopathie herausentwickelt. Die Grundüberzeugung beider Therapieeinrichtungen ist also identisch. Aber der Schwerpunkt der cranio-sacralen Arbeit liegt auf dem Bereich zwischen Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum). Zwischen diesen beiden Polen fließt Liquor, eine Flüssigkeit, in der Gehirn und Rückenmark gelagert sind. Diese Flüssigkeit pulsiert etwa acht bis zwölf Mal in der Minute. Und wenn irgendetwas im Körper in diesem Bereich nicht funktioniert, wenn Blockaden da sind, Verletzungen, Traumata oder Narben, ist der cranio-sacrale Rhythmus, den ein Therapeut mit seinen Händen erspüren kann, gestört. Ziel der Cranio-Sacral-Therapie ist es, diesen Rhythmus wiederherzustellen.Was macht der Therapeut? Osteopathen behandeln den ganzen Körper einschließlich der Organe. Cranio-sacral-Therapeuten konzentrieren sich auf den Bereich Kopf, Hals, Wirbelsäule. Die Art der Behandlung selbst unterscheidet sich nicht. Osteopathen und Cranio-sacral-Therapeuten arbeiten nur mit ihren Händen. Mehr ist nicht nötig, weder zur Diagnose, noch zur Behandlung. Durch das sorgfältige "Palpieren" -  so heißt das Fühlen, tasten, In-den-Körper-hinein-horchen - findet der Therapeut die Ursache einer Störung. Und er behandelt sie auf genau die gleich Art und Weise - durch Fühlen, tasten und in den Körper hinein horchen. Diese Berührungen können so klein sein, dass ein Patient sie fast gar nicht bemerkt. Die Hand auf der Stirn bei Kopfschmerzen zum Beispiel, die mit einem Druck von nur 20 Gramm auf der Haut lastet - das Gewicht eines Briefes für 55 Cent. Hin und wieder sind die Griffe auch fester, die Finger schieben manchmal Haut und Gewebe mit Kraft um einen Zentimeter zur Seite, aber weh tut es nie. Diese Therapien verlangen Geduld, vom behandelnden Fachmann wie vom Patienten. Der Therapeut sucht die betroffene Stelle, die verspannt, verkrampft, vernarbt, verletzt, verschoben, verhärtet oder auf andere Art beeinträchtigt ist, bringt seine Hände in Position und gibt dem Körper dann Impulse, seine Fehlhaltung aufzugeben und stattdessen eine neue, gesündere Haltung einzunehmen. Das ist alles. Der Körper bekommt auf diese Weise eine Anregung zur Selbstheilung. Die Therapeuten vertrauen auf die eigenen Kräfte des Körpers und wollen ihm auch die Ruhe lassen, sich selbst ganz neu auszurichten. Deshalb liegen die Behandlungstermine oft im Abstand von einem Monat, meist reichen fünf bis zehn Sitzungen insgesamt ausWelche Therapie hilft bei welchen Beschwerden? Typische Beschwerden, mit denen Kinder in die Praxis von Osteopathen kommen, sind Drei-Monats-Koliken, Schwallerbrechen, Schiefhals, Atmungstraumata bei Frühchen, Hodenhochstand bei Jungen. Der Osteopath Detlef Gerhardt: Bei Hodenhochstand zum Beispiel kann ein Osteopath mit speziellen Handgriffen das Bindegewebe um die Nieren so lösen, dass sich die Hoden von selbst senken. Eine Operation ist meist nicht mehr nötig. Kinder, die schielen, Säuglinge mit Schädeldeformationen, Kinder mit Konzentrationsstörungen, KISS-Kinder, Schreikinder, Kinder mit Hüftdysplasien sind bei einem Cranio-sacral-Therapeuten auch gut aufgehoben.: Bei einem Schreibaby kann leichter Druck mit beiden Händen auf Bindegewebe und Schädelknochen Blockaden in den feinen Membranen lösen, in denen Liquor fließt. So kann sich der cranio-sacrale Rhythmus einpendeln  und das Kind wird ruhiger. Jeder Osteopath verfügt durch seine langjährige Ausbildung über cranio-sacrale Techniken. Umgekehrt kann reine Cranio-Sacral-Therapie ein Einstieg in die Behandlung sein. Wenn die Ursache für Probleme wirklich im Bereich von Kopf und Wirbelsäule liegt, zum Beispiel bei ständigem Schreien nach einer Zangen- oder Saugglockengeburt, kann Cranio-Sacral-Therapie ausreichen. Sollten allerdings auch Organe betroffen sein, wie bei den Drei-Monats-Koliken, oder geht es bei Erwachsenen um Rückenschmerzen, die auf einen Meniskusschaden zurückzuführen sind, wird Osteopathie umfassender helfen können.Sind diese Therapieformen für Kinder geeignet? Ein klares Ja. Cranio-sacral-Therapie und auch Osteopathie sind wie für Kinder gemacht.Gerade wenn der Kopf des Kindes betroffen ist, können die sanften, heilenden Griffe viel bewirken. Denn erst im Alter von ein bis zwei Jahren schließen sich die Fontanellen, mit drei Jahren ist das Hinterhauptbein zu einer Knochenplatte fest verschlossen. Solange der Schädel noch nicht ganz verknöchert ist, lassen sich durch die Geburt entstandene Beeinträchtigungen unkompliziert lösen das Kind hat einen leichteren Start ins Leben. Ein weiterer Grund, warum die Berührungen bei Kindern besonders gut wirken: Die Beschwerden von Kindern existieren noch nicht lange und können daher auch noch nicht chronisch sein. Deshalb lässt sich eine negative "Körpererinnerung" leichter lösen. Ein Kind, das über drei Jahre lang Kopfschmerzen hatte, wird diese eher los als ein Erwachsener, der dieselben Beschwerden schon seit dreißig Jahren mit sich herumschleppt.In Amerika ist es vielerorts üblich, ein Baby kurz einem Osteopathen beziehungsweise einem Cranio-sacral-Therapeuten vorzustellen. Detlef Gerhardt: Ich würde mir auch für Deutschland wünschen, dass Eltern ihre Kinder vorbeugend behandeln lassen. Das kann eine Menge Leid ersparen. Viele Mütter hören aber vom Kinderarzt, wenn es um kleine Beschwerden bei ihren Kinder geht, Das gibt sich. Detlef Gerhardt: Sicher, vieles wächst sich aus. Ein Schreikind hört spätestens mit zwei Jahren auf zu schreien, aber bis dahin sind die Nerven der Eltern zerrüttet, manchmal auch die Ehe. Und die Ursache für das Schreien ist nicht behoben, sondern bleibt im Körper, der sich nun nur anders ausdrückt. Warum nicht helfen? Gerade bei Kindern ist die Wirkung sehr groß.

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